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INCI-Listen lesen — Was die Inhaltsstoffliste wirklich verrät

Blog Vorschaubild: Inci Listen Lesen

Wissen & Hintergrund

INCI-Listen lesen — Was die Inhaltsstoffliste wirklich verrät

Warum längere Listen oft ehrlicher sind als kurze — und wie Du jede Zutatenliste entschlüsselst.

Wenn Du ein Kosmetikprodukt umdrehst und auf die Rückseite schaust, findest Du dort eine Liste aus lateinischen und englischen Begriffen. Die meisten Menschen legen das Produkt an der Stelle wieder hin — verständlich, denn auf den ersten Blick sieht das nach Chemie-Baukasten aus. Aber genau diese Liste ist das ehrlichste Stück Information, das Dir ein Kosmetikprodukt geben kann.

Ich möchte Dir zeigen, wie Du diese Liste lesen kannst, was die einzelnen Einträge bedeuten, und warum ausgerechnet Naturkosmetik mit wenigen Rohstoffen oft die längsten Listen hat. Keine Angst — das ist kein Chemiestudium. Es sind ein paar klare Regeln, und danach siehst Du jede Zutatenliste mit anderen Augen.

Was ist INCI — und warum gibt es das?

INCI steht für International Nomenclature of Cosmetic Ingredients — ein weltweit einheitliches System zur Benennung kosmetischer Inhaltsstoffe. Entwickelt wurde es 1973 in den USA, weil es damals hunderte verschiedene Handels- und Chemienamen für dieselben Stoffe gab. Das war weder für Verbraucher noch für Behörden brauchbar.

In Europa ist die INCI-Deklaration seit 1997 für alle Kosmetikprodukte Pflicht. Die heute geltende Rechtsgrundlage ist die EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009, die 2013 vollständig in Kraft trat. Artikel 19 schreibt vor: Jedes Kosmetikprodukt muss eine vollständige Inhaltsstoffliste tragen, eingeleitet mit dem Wort „Ingredients". Die Reihenfolge richtet sich nach dem Gewichtsanteil bei der Herstellung — vom höchsten zum niedrigsten.

Die offizielle Referenzdatenbank für INCI-Namen in der EU heißt CosIng und wird von der Europäischen Kommission gepflegt. Sie enthält über 30.000 Einträge und ist öffentlich zugänglich. Warum das wichtig ist: Egal ob ein Produkt aus Deutschland, Korea oder Brasilien kommt — die Inhaltsstoffe tragen überall den gleichen INCI-Namen. Wenn Du eine Allergie hast, erkennst Du den Stoff weltweit.

Lateinisch und Englisch — warum nicht einfach Deutsch?

Zwei Grundregeln: Pflanzliche Rohstoffe werden mit ihrem botanischen (lateinischen) Namen deklariert. Chemisch verarbeitete oder synthetische Stoffe bekommen einen englischen Namen. Wasser ist die Ausnahme und heißt schlicht „Aqua".

Die botanischen Namen folgen einem logischen Aufbau: Gattung + Art + Pflanzenteil + Zubereitungsform. „Simmondsia Chinensis Seed Oil" bedeutet also: Gattung Simmondsia, Art Chinensis, Pflanzenteil Samen, Zubereitung Öl — kurz: Jojobaöl. Klingt kompliziert, ist aber weltweit eindeutig — während „Jojobaöl" auf Japanisch ganz anders heißt.

Hier eine kleine Übersetzungshilfe für die häufigsten Naturkosmetik-Zutaten:

INCI-Name Das steckt dahinter
Butyrospermum Parkii Butter Sheabutter
Simmondsia Chinensis Seed Oil Jojobaöl
Prunus Amygdalus Dulcis Oil Süßmandelöl
Cocos Nucifera Oil Kokosöl
Cera Alba Bienenwachs
Tocopherol Vitamin E (natürliches Antioxidans)
Mel Honig
Aqua Wasser

Übrigens: Durch den Kommissionsbeschluss (EU) 2019/701 wurden viele INCI-Namen aktualisiert. Aus dem englischen Trivialnamen wurde der vollständige botanische Name — „Shea Butter" wurde zu „Butyrospermum Parkii Butter", „Aloe Vera Leaf Juice" zu „Aloe Barbadensis Leaf Juice". Die Übergangsfrist lief im April 2020 ab.

Wie Du eine INCI-Liste richtig liest

Die erste Regel: Inhaltsstoffe über 1 % stehen in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils. Die ersten drei bis vier Einträge machen bei den meisten Produkten über 80 % der Formulierung aus. Steht „Aqua" an erster Stelle, besteht das Produkt hauptsächlich aus Wasser.

Die zweite Regel, die viele nicht kennen: Ab der 1-%-Grenze dürfen die Stoffe in beliebiger Reihenfolge aufgelistet werden. Das heißt: Bei den hinteren Einträgen kannst Du nicht mehr ablesen, welcher Stoff mehr oder weniger enthalten ist.

Und wo liegt diese unsichtbare 1-%-Grenze? Da Hersteller keine exakten Konzentrationen angeben müssen, ist sie nicht direkt erkennbar. Aber es gibt einen guten Anhaltspunkt: Konservierungsmittel wie Phenoxyethanol (maximal erlaubt: 1,0 %), ätherische Öle und Verdickungsmittel wie Xanthan Gum liegen fast immer unter 1 %. Sobald Du in der Liste auf einen dieser Stoffe triffst, bist Du mit hoher Wahrscheinlichkeit schon im Bereich unter 1 %.

Farbstoffe stehen immer ganz am Ende der Liste und werden mit CI-Nummern deklariert — zum Beispiel CI 77891 für Titandioxid. Bei dekorativer Kosmetik mit mehreren Farbvarianten steht vor den Farbstoffen oft „may contain" oder „+/-".

Duftstoffe werden als „Parfum" zusammengefasst — egal ob natürliche ätherische Öle oder synthetische Düfte dahinterstecken. Aber: Bestimmte Duftstoff-Allergene müssen einzeln namentlich deklariert werden, sobald sie bestimmte Schwellenwerte überschreiten (0,001 % in Leave-on-Produkten, 0,01 % in Rinse-off-Produkten). Mehr dazu in unserem Beitrag über Duftstoffe in Kosmetik.

Warum kurze INCI-Listen nicht automatisch besser sind

Lass uns das mal aufdröseln, denn das ist eines der hartnäckigsten Missverständnisse in der Kosmetik: „Weniger Zutaten = natürlicher und besser." Die Realität ist paradox — und das Gegenteil ist oft der Fall.

Stell Dir ein Naturkosmetik-Produkt mit nur fünf Rohstoffen vor — sagen wir Sheabutter, Jojobaöl, Glycerin, Cetearylalkohol und Lavendelöl. Die INCI-Liste dieses Produkts kann trotzdem zehn oder mehr Einträge zeigen. Warum? Weil Lavendelöl natürlicherweise Substanzen wie Linalool, Limonene und Geraniol enthält. Das sind keine zugesetzten Chemikalien — das sind natürliche Bestandteile der Pflanze. Aber die EU-Kosmetikverordnung verlangt, dass jeder einzelne davon auf der Liste steht, sobald er einen bestimmten Schwellenwert überschreitet.

Nimm ein zweites ätherisches Öl dazu — zum Beispiel Rosenöl mit seinen natürlichen Bestandteilen Citronellol, Geraniol, Eugenol — und die Liste wächst auf 15+ Einträge. Und das bei einem Produkt mit gerade mal sechs tatsächlichen Rohstoffen.

Im Vergleich: Ein konventionelles Produkt mit synthetischem Duft schreibt einfach „Parfum" auf die Liste — ein einziger Sammelbegriff, hinter dem sich hunderte synthetischer Einzelsubstanzen verbergen können. Die Liste wirkt kürzer und „sauberer", obwohl das Produkt viel mehr chemische Verbindungen enthält.

Ehrliche Einordnung: Die Formel dahinter ist einfach: Mehr Transparenz = längere Liste. Weniger Transparenz = kürzere Liste. Eine kurze INCI-Liste kann auch bedeuten, dass das Produkt aus wenigen hochverarbeiteten synthetischen Stoffen besteht — kürzer heißt nicht natürlicher.

Und es wird noch mehr: Durch die Verordnung (EU) 2023/1545 wird die Liste der einzeln deklarationspflichtigen Duftstoff-Allergene von rund 26 auf über 80 erweitert. Für neue Produkte gilt das ab Juli 2026, für bestehende Produkte bis Juli 2028. Die Folge: INCI-Listen von Naturkosmetikprodukten mit ätherischen Ölen werden noch deutlich länger — ohne dass sich an der Zusammensetzung irgendetwas ändert.

INCI-Einträge, die verunsichern — aber harmlos sind

Ein paar Namen tauchen immer wieder in Kundenanfragen auf, weil sie „chemisch" klingen. Lass mich die wichtigsten einmal übersetzen:

Sodium Hydroxide (Natronlauge) klingt erstmal beunruhigend. In der Seifenherstellung ist es unverzichtbar: Es reagiert bei der Verseifung vollständig mit Fetten zu Seife und Glycerin. Im fertigen Seifenstück ist keine freie Natronlauge mehr vorhanden — sie wird während der Reaktion komplett verbraucht. Die Deklaration erfolgt, weil die EU die Angabe der Eingangsstoffe vorschreibt.

Cetearyl Alcohol ist ein Fettalkohol aus pflanzlichen Ölen — hat nichts mit Trinkalkohol zu tun. Im Gegenteil: Er wirkt hautpflegend und stabilisierend. Produkte dürfen sich sogar als „alcohol free" bezeichnen und trotzdem Cetearyl Alcohol enthalten. Die Faustregel: Steht vor „Alcohol" ein Wort, das auf „-yl" endet, handelt es sich fast immer um einen Fettalkohol.

Tocopherol ist schlicht Vitamin E — ein natürliches Antioxidans aus Pflanzenölen. Es schützt Öle und Butter vor dem Ranzigwerden. Wir verwenden es bei Two Hands BIO in fast allen ölbasierten Produkten — mehr dazu in unserem Beitrag über wasserfreie Kosmetik.

Xanthan Gum ist ein natürliches Verdickungsmittel, das durch Fermentation mit dem Bakterium Xanthomonas campestris gewonnen wird — derselbe Prozess, der seit Jahrzehnten in der Lebensmittelherstellung eingesetzt wird (E 415).

„Parfum" ist der gesetzliche Sammelbegriff für jede Duftstoffkomposition — egal ob natürliche ätherische Öle oder synthetische Düfte. Ein Produkt mit reinen ätherischen Ölen deklariert genauso „Parfum" wie eines mit synthetischem Duft. Die Unterscheidung funktioniert nur indirekt: Wenn zusätzlich der lateinische Name des ätherischen Öls in der Liste steht (z. B. „Lavandula Angustifolia Oil"), weißt Du, dass eine natürliche Quelle verwendet wird.

Benzyl Alcohol hat eine Doppelrolle: Er ist sowohl als Konservierungsmittel zugelassen als auch ein natürlicher Bestandteil ätherischer Öle von Jasmin, Ylang-Ylang und Rose. Ob er zugesetzt wurde oder natürlich vorkommt, lässt sich allein anhand der INCI-Liste nicht unterscheiden.

Ehrliche Einordnung: Jeder Stoff — auch Wasser — hat einen chemischen Namen. „Chemie" und „Natur" sind keine Gegensätze. INCI verwendet wissenschaftliche Standardnamen, weil sie weltweit eindeutig sind. „Tocopherol" ist in jeder Sprache unmissverständlich — „Vitamin E" kann verschiedene chemische Formen bezeichnen.

Was NICHT auf der INCI-Liste steht

So umfassend die INCI-Deklaration ist — ein paar Dinge verrät sie Dir nicht:

Keine Herkunftsangabe. Ob die Sheabutter aus Ghana oder Burkina Faso kommt, ob das Jojobaöl konventionell oder bio-zertifiziert ist — die INCI-Liste sagt dazu nichts. „Butyrospermum Parkii Butter" steht da, egal welche Qualität dahintersteckt.

Keine exakten Konzentrationen. Du siehst die Reihenfolge, aber nicht die Prozente. Ein Stoff auf Platz zwei kann 30 % ausmachen oder 5 % — das lässt sich nicht ablesen.

Keine Verpackungsmaterialien. Was die Tube oder das Glas enthält, steht nicht auf der INCI-Liste. Das umfasst auch Hilfsstoffe, die im Herstellungsprozess verwendet, aber nicht im Endprodukt enthalten sind.

Kein Bio-Status. Ob ein Rohstoff aus kontrolliert biologischem Anbau stammt, ist auf der regulären INCI-Liste nicht erkennbar. Dafür gibt es freiwillige Zusatzkennzeichnungen — wie unser Sternchensystem, das ich Dir gleich zeige.

Zertifizierungen und der Natürlichkeitsindex — was steckt dahinter?

Neben der gesetzlich vorgeschriebenen INCI-Deklaration gibt es freiwillige Standards, die zusätzliche Transparenz schaffen sollen. Die bekanntesten sind COSMOS und NATRUE.

Der COSMOS-Standard verwendet ein Sternchensystem: Ein Sternchen (*) kennzeichnet Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau, zwei Sternchen (**) markieren Stoffe natürlichen Ursprungs. COSMOS unterscheidet zwischen „COSMOS ORGANIC" (mit Bio-Mindestanteilen) und „COSMOS NATURAL" (ohne Bio-Mindestanteil, aber mindestens 95 % natürlichen Ursprungs). Der NATRUE-Standard verfolgt einen ähnlichen Ansatz mit eigenen Schwellenwerten und zwei Zertifizierungsstufen.

Dann gibt es noch die ISO 16128 — einen freiwilligen Standard, der einen „Natürlichkeitsindex" definiert. Jeder Inhaltsstoff bekommt einen Wert zwischen 0 (nicht natürlich) und 1 (vollständig natürlich). Das klingt erstmal sinnvoll, steht aber in der Kritik: Der Standard enthält keine Verbotsliste. Ein Produkt mit 80 % natürlichen und 20 % synthetischen Inhaltsstoffen — einschließlich Silikone — darf sich als „80 % natürlich" bezeichnen. Keine unabhängige Zertifizierung ist nötig. Organisationen wie NATRUE und Cosmébio warnen vor dem Greenwashing-Potenzial.

Ehrliche Einordnung: Two Hands BIO trägt kein NATRUE- oder COSMOS-Siegel auf Produktebene. Wir verwenden bio-zertifizierte Rohstoffe und dokumentieren das über Zertifikate unserer Lieferanten — aber eine Produktzertifizierung ist ein eigener, aufwändiger Prozess, den wir bisher nicht durchlaufen haben. Das sagen wir offen.

Was Two Hands BIO anders macht

Unsere Produkte bestehen typischerweise aus 1–6 Rohstoffen. Das ist radikal wenig. Und weil unsere Formulierungen wasserfrei sind, brauchen wir keine Konservierungsmittel — Bakterien und Schimmelpilze brauchen Wasser zum Wachsen, und wo keins ist, gibt es kein Problem. (Die Wissenschaft dahinter erklären wir im Blog über wasserfreie Kosmetik.)

Was die INCI-Liste angeht, haben wir ein eigenes Kennzeichnungssystem entwickelt, das über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht:

Zeichen Bedeutung
* aus kontrolliert biologischem Anbau
** natürlichen Ursprungs
*** natürlicher Bestandteil des ätherischen Öls

Das dritte Sternchen ist der entscheidende Punkt: Es macht auf den ersten Blick sichtbar, dass Einträge wie Linalool, Limonene oder Geraniol keine zusätzlich hinzugefügten Stoffe sind, sondern natürlicherweise im verwendeten ätherischen Öl vorkommen.

Ein Beispiel: Unser Deo-Balsam zeigt auf der INCI-Liste unter anderem „Citral***, Limonene***, Linalool***". Die drei Sternchen sagen Dir sofort: Das Produkt besteht aus wenigen Rohstoffen — diese Einträge sind lediglich natürliche Bestandteile des verwendeten Zitronenöls, die die EU einzeln deklariert haben will.

Die häufigsten Irrtümer über INCI

„Wenn ich den Namen nicht aussprechen kann, ist er schlecht." — Butyrospermum Parkii Butter klingt bedrohlich, ist aber Sheabutter. Prunus Amygdalus Dulcis Oil ist Süßmandelöl. Umgekehrt klingt „Parfum" harmlos — kann aber hunderte undeklarierte Substanzen enthalten. Die Aussprechbarkeit eines Namens sagt nichts über seine Sicherheit.

„Parfum ist immer synthetisch." — Nein. „Parfum" ist der gesetzliche Sammelbegriff für jede Duftstoffkomposition, auch für reine ätherische Öle. In Naturkosmetik steht „Parfum" häufig für eine Mischung natürlicher ätherischer Öle.

„Alcohol in der Liste bedeutet Alkohol wie in Wodka." — In den meisten Fällen nicht. Fettalkohole wie Cetearyl Alcohol oder Cetyl Alcohol sind wachsartige, hautpflegende Substanzen aus pflanzlichen Ölen. Nur „Alcohol" oder „Alcohol denat." ohne Zusatz bezeichnen tatsächlich Ethanol.

„Natürlich ist automatisch sicherer." — Das ist ein verbreiteter Irrtum, den ich hier nicht stehenlassen möchte. Natürliche Inhaltsstoffe können genauso Allergien auslösen wie synthetische. Entscheidend ist nicht, ob ein Stoff natürlichen oder synthetischen Ursprungs ist, sondern welcher Stoff in welcher Konzentration auf welchem Hauttyp verwendet wird. Wir verwenden natürliche Rohstoffe nicht, weil sie automatisch sicherer wären, sondern weil wir von ihrer Qualität und Wirksamkeit überzeugt sind.

Was Du selbst tun kannst

Die ersten drei bis vier Einträge lesen. Sie machen den Großteil des Produkts aus. Steht Wasser (Aqua) an erster Stelle, ist es ein wasserbasiertes Produkt.

Deine persönlichen Allergene kennen. Wenn Du weißt, dass Du auf bestimmte Stoffe reagierst, lerne deren INCI-Namen auswendig — das ist der zuverlässigste Schutz, besser als jede App.

Sternchen und Fußnoten beachten. Zusatzkennzeichnungen wie unser Dreifach-Sternchen-System helfen Dir, natürliche Bestandteile von zugesetzten Stoffen zu unterscheiden.

INCI-Apps als Einstieg nutzen, nicht als Urteil. Tools wie INCI Decoder oder Yuka können eine erste Orientierung geben. Aber sie kennen die tatsächliche Konzentration nicht — und die macht den Unterschied. Ein Stoff bei 0,001 % wird genauso bewertet wie bei 10 %.

Im Zweifel fragen. Seriöse Hersteller beantworten Fragen zu ihren Inhaltsstoffen. Bei uns kannst Du jederzeit über die Beratungsseite nachfragen.

Quellen

EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009, Art. 19(1)(g) und Art. 33. EUR-Lex: eur-lex.europa.eu/eli/reg/2009/1223/oj
Kommissionsbeschluss (EU) 2019/701 vom 5. April 2019 (INCI-Glossar). EUR-Lex: eur-lex.europa.eu/eli/dec/2019/701/oj
Durchführungsbeschluss (EU) 2022/677 (Glossar-Aktualisierung, 30.070 Einträge). EUR-Lex: eur-lex.europa.eu/eli/dec_impl/2022/677/oj
Verordnung (EU) 2023/1545 vom 26. Juli 2023 (Erweiterung Duftstoff-Allergene). EUR-Lex: eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/1545/oj
SCCS/1459/11 (2012). Opinion on Fragrance Allergens in Cosmetic Products. ec.europa.eu/health/scientific_committees/consumer_safety
CosIng — EU Cosmetic Ingredient Database. single-market-economy.ec.europa.eu/sectors/cosmetics/cosmetic-ingredient-database_en
COSMOS Standard v4.2 (seit 01.09.2025). cosmos-standard.org
NATRUE Criteria v3.9. natrue.org/our-standard/natrue-criteria-2/
ISO 16128-1:2016 und ISO 16128-2:2017 (Natürlichkeitsindex). iso.org
Cosmébio (2021). What is ISO 16128? cosmebio.org/en/reports/what-is-iso-16128/
Sukakul, T. & Svedman, C. (2025). What is New in Contact Allergy To Cosmetics. Current Allergy and Asthma Reports, 25(1), 48. PMC: 12552389
González-Muñoz, P. et al. (2014). Allergic Contact Dermatitis Caused by Cosmetic Products. Actas Dermosifiliográficas, 105, 822–832.

Autor: Leon Ahlers, Two Hands BIO
Letzte inhaltliche Prüfung: März 2026

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Dieser Artikel wird regelmäßig auf Aktualität geprüft. Letzte Prüfung: März 2026.