Rosenwasser: woran Du ein Destillat erkennst, was es kann und was nicht
Was in der Flasche steckt, woran Du ein Destillat erkennst und wie lange es offen frisch bleibt – mit den Werten aus unseren Lieferungen seit 2023.
Kaum ein Pflegestoff bekommt im Netz so widersprüchliche Antworten wie Rosenwasser. Ist es leicht sauer oder neutral? Hält es nach dem Öffnen eine Woche oder neun Monate? Gehört es ins Bad oder in die Küche? Wir füllen Rosenwasser in unserer Familienmanufaktur ab, und deshalb haben wir für diesen Artikel zuerst bei uns selbst nachgesehen: in den Analysezertifikaten, die unsere Lieferungen seit Ende 2023 begleiten. Dazu kommen die Forschung zu Pflanzenwässern und eine aktuelle Meldung der Lebensmittelüberwachung.
Vorweg, damit es nicht untergeht: Was hier über Grenzen steht, gilt für Rosenwasser als Stoff, gleich von wem es kommt. Es ist kein Urteil über eine bestimmte Flasche, auch nicht über Deine.
Die Kurzfassung: Rosenwasser im eigentlichen Sinn ist das Destillat der Rosenblüte: zu über 99 Prozent Wasser, dazu die Duftstoffe der Rose. In unseren Lieferungen lag der Gehalt an ätherischem Öl je nach Ernte zwischen 0,06 und 0,19 Prozent. Es erfrischt, duftet und bringt Feuchtigkeit auf die Haut, die ein Öl oder Balsam danach einschließt. Als frisches Pflanzenwasser hält es sich nach dem Öffnen im Kühlschrank am längsten. Unser Rosenwasser ist für die Haut gemacht, für die Küche nimm Rosenwasser aus dem Lebensmittelhandel.
Was ist Rosenwasser, und was steckt in der Flasche?
Rosenwasser entsteht, wenn Rosenblüten mit Wasserdampf destilliert werden. Der Dampf nimmt die Duftstoffe der Blüte mit. Beim Abkühlen trennt sich das wenige Rosenöl vom Wasser, und das Wasser, das bleibt, ist das Rosenwasser. Es ist kein Auszug und kein Aufguss, sondern das Destillat selbst. Auf der Liste der Inhaltsstoffe heißt es Rosa Damascena Flower Water, Blütenwasser der Damaszener-Rose (CIR 2020).
Rosenwasser duftet anders als Rosenöl, und dafür gibt es einen Grund. Einer der Hauptduftstoffe der Rose, Phenylethylalkohol, löst sich gut in Wasser und bleibt deshalb zum großen Teil im Rosenwasser. Citronellol und Geraniol gehen eher ins Öl (Verma et al. 2011; CIR 2020).
Unser Rosenwasser stammt aus dem bulgarischen Rosental. Es kommt unter Stickstoff versiegelt zu uns und wird in unserer Familienmanufaktur in Wennigsen am Deister abgefüllt. Du bekommst es in der 100-ml-Flasche mit Tropfverschluss und als 500-ml-Vorratsflasche.
Alt ist dieser Gebrauch auch. Um 1025 beschreibt Ibn Sīnā im Qānūn, dass Rosenwasser aufs Gesicht oder über den Körper gesprüht wird. Die Destillation der Rosenblätter beschreibt al-Kindī schon Mitte des 9. Jahrhunderts in Bagdad. Wie wir solche Belege prüfen, steht in unserem Artikel Wie alt sind unsere Rohstoffe wirklich?
Was in den Analysezertifikaten steht. Die Werte stammen aus den Analysezertifikaten, die unsere Lieferungen begleiten. Der Hersteller weist sie als informativ aus, denn Rosenwasser ist Naturware, und jede Ernte bringt ein etwas anderes Wasser. Es sind also Herstellerangaben und keine eigene Messung. Innerhalb eines Lieferzeitraums waren die Werte jeweils gleich, deshalb fassen wir sie so zusammen:
| Lieferungen | 12/2023–04/2024 | 12/2024–07/2025 | 11/2025–08/2026 | seit 09/2026 |
|---|---|---|---|---|
| pH-Wert | 4,5 | 5,23 | 6,40 | 6,16 |
| ätherisches Öl | 0,19 % | 0,075 % | 0,060 % | 0,062 % |
| Gesamtkeimzahl bei Anlieferung | unter 10 KBE/ml | unter 10 KBE/ml | unter 10 KBE/ml | unter 10 KBE/ml |
| die vier Leitkeime | nicht nachgewiesen | nicht nachgewiesen | nicht nachgewiesen | nicht nachgewiesen |
| zugesetzte Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe | keine | keine | keine | keine |
KBE steht für koloniebildende Einheiten, so zählt man Keime. Die Keimzahl beschreibt das Rosenwasser bei der Anlieferung, also bevor wir es abfüllen. Die vier Leitkeime sind die, auf die Kosmetik standardmäßig geprüft wird: Staphylococcus aureus, Pseudomonas aeruginosa, Escherichia coli und Candida albicans (ISO 17516).
Die Tabelle zeigt vor allem eines: Naturware schwankt. Der Gehalt an ätherischem Öl unterschied sich von Ernte zu Ernte um das Dreifache, der pH-Wert um fast zwei Stufen. Deshalb nennen wir nie „den" pH-Wert unseres Rosenwassers, sondern die Spanne. Ein Qualitätsurteil steckt in diesen Unterschieden nicht. Gleich geblieben ist in allen Zertifikaten das, worauf es bei einem Pflanzenwasser ankommt: die geringe Keimzahl, kein Nachweis der Leitkeime und keine Zusätze.
Woran erkennst Du, ob ein Rosenwasser ein Destillat ist?
Auf einer Kosmetik verrät es die INCI-Liste. Steht dort Rosa Damascena Flower Water, ist es das Destillat der Damaszener-Rose. Steht dort Aqua und Rosa Damascena Flower Oil, ist es Wasser, dem etwas Rosenöl zugegeben wurde, meist zusammen mit einem Konservierungsstoff. Alcohol oder Parfum in der Liste zeigen ein parfümiertes Gesichtswasser. Jede dieser Zubereitungen hat ihren Zweck. Ein Destillat ist die ursprüngliche Form: das Wasser, wie es aus der Destillation kommt.
Die vier Formen, unter denen „Rosenwasser" verkauft wird, im Überblick:
| Was auf dem Etikett steht | Was in der Flasche ist | Gemacht für |
|---|---|---|
| Rosa Damascena Flower Water | das Destillat der Rosenblüte | die Haut |
| Aqua, Rosa Damascena Flower Oil, meist dazu ein Konservierungsstoff | Wasser, dem etwas Rosenöl zugegeben wurde | die Haut |
| Alcohol oder Parfum in der Liste | ein parfümiertes Gesichtswasser | die Haut |
| eine Zutatenliste nach Lebensmittelrecht, etwa „Wasser, Rosenextrakt" oder „Aroma" | Rosenwasser als Lebensmittel | die Küche |
Wo Du es kaufst, ob in der Drogerie, in der Apotheke oder bei uns, sagt darüber wenig. Die Liste der Inhaltsstoffe sagt es. Wie Du sie liest, erklären wir in unserer Einführung ins INCI-Lesen.
Ein Rosendestillat kann aus der Destillation etwas natürlichen Alkohol mitbringen, zugesetzt wird bei uns keiner. In unseren aktuellen Ernten ist laut Analysezertifikat kein Alkohol nachweisbar.
Darf man Rosenwasser essen, und warum ist unseres nur für die Haut gedacht?
Unser Rosenwasser ist ein kosmetisches Mittel, gemacht und gekennzeichnet für die Haut, nicht für die Küche. Rechtlich schließt das eine das andere aus: Was als Kosmetik in den Handel kommt, ist kein Lebensmittel. Für Backen, Desserts oder Getränke nimm deshalb bitte ein Rosenwasser, das ausdrücklich als Lebensmittel verkauft wird. Dort gelten die Regeln für Lebensmittel, auch für die Kennzeichnung von Aromen.
Auch in der Küche steckt nicht immer nur Rose in der Flasche. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper fand in einer Rosenwasser-Probe, auf der nur Wasser und Rosenextrakt angegeben waren, den Aromastoff Phenethylphenylacetat. Er riecht nach Rose, kommt in der Rose aber nicht vor (Meldung vom 12.02.2026). Ob das ein Einzelfall war, will das Amt 2026 mit weiteren Proben klären.
Was kann Rosenwasser auf der Haut, und was kann es nicht?
Rosenwasser erfrischt, kühlt beim Verdunsten und hinterlässt einen zarten Rosenduft. Es bringt Feuchtigkeit auf die Haut. Halten kann es sie nicht, dafür verdunstet es zu schnell.
Rosenwasser bringt Feuchtigkeit auf die Haut. Öl und Balsam können das nicht — sie schließen ein, was schon da ist. Deshalb gehören die beiden zusammen: erst das Wasser, dann die Pflege darüber. Wer nur Butter aufträgt, verschließt trockene Haut; wer nur Wasser nimmt, dem verdunstet es wieder.
Ein Mittel gegen Keime ist Rosenwasser nicht. Die Laborbefunde, die man dazu liest, betreffen meist das konzentrierte Rosenöl. Für das Wasser selbst fand eine randomisierte Studie mit 45 Erwachsenen keine Verringerung der Keime auf den Händen (2020). Seine Stärke ist die Pflege: Frische, Duft und Feuchtigkeit für den nächsten Schritt.
Belege gegen Falten gibt es für Rosenwasser nicht. Dass sich die Haut danach frisch und etwas straffer anfühlt, kommt vor allem vom Kühlen beim Verdunsten.
Ist Rosenwasser leicht sauer, und gleicht es den pH-Wert der Haut aus?
Manchmal ist es leicht sauer. In den Analysezertifikaten unserer Lieferungen lag der pH-Wert je nach Ernte bei 4,5, 5,2, 6,4 und zuletzt 6,2, also zwischen leicht sauer und fast neutral. Die Hautoberfläche liegt im Mittel bei etwa pH 4,7 (Lambers et al. 2006). Ausgleichen kann ein Rosenwasser diesen Wert nicht. Es ist ein mildes Pflanzenwasser, das die Haut erfrischt.
Im Netz liest man mal „pH unter 4,5", mal „neutral wie Leitungswasser". Beides stimmt nicht pauschal, der Wert hängt an der Ernte. Wie die Haut ihr leicht saures Klima selbst herstellt und warum sie dafür keine Hilfe von außen braucht, erklären wir im Familien-Ratgeber Haut & Haar verstehen.
Wie lange hält Rosenwasser ohne Konservierungsstoff, und warum bleibt es im Kühlschrank länger frisch?
Unser Rosenwasser ist ein frisches Pflanzenwasser: das Destillat der Rosenblüten, ohne weitere Zutat. Bei der Anlieferung lag die Keimzahl laut Analysezertifikat jeweils unter 10 KBE pro Milliliter. Die Norm für Kosmetik lässt bis 1.000 zu. Mit dem Öffnen kommt Luft an das Wasser, und bei jeder Anwendung können Keime aus der Umgebung hineingelangen. Kälte bremst das Wachstum von Keimen, aufhalten kann sie es auf Dauer nicht (Labadie et al. 2015). Deshalb bleibt eine angebrochene Flasche im Kühlschrank am längsten frisch, und deshalb gibt es eine Frist. Unser Rosenwasser brauchst Du im Kühlschrank innerhalb von 12 Wochen auf, im Bad oder bei Raumtemperatur innerhalb von 4 Wochen. Unser Lavendel- und Hamameliswasser verbrauchst Du im Kühlschrank innerhalb von 8 Wochen. Steht auf Deiner Flasche eine andere Frist, liegst Du mit Kühlschrank und 8 Wochen bei allen drei Wässern richtig.
Morgens und abends aufgetupft reicht eine 100-ml-Flasche drei bis vier Wochen. Der Tropfverschluss und ein Sprühaufsatz helfen, weil Du das Wasser entnimmst, ohne die Öffnung zu berühren. Gib es aufs Pad oder in die Hand, nicht umgekehrt, und schließ die Flasche gleich wieder. Wer lieber sprüht: Der Aufsatz unserer Braunglasflasche mit Sprühaufsatz passt direkt aufs Gewinde der 100-ml-Rosenwasserflasche.
Wenn ein Rosenwasser verdirbt, merkst Du es meist zuerst am Geruch. Riecht es nicht mehr nach Rose, sondern säuerlich, muffig oder fremd, oder schwimmen Fäden oder Flocken darin, dann nimm es nicht mehr.
Französische Forscher haben untersucht, was in Rosen- und Orangenblütenwasser wachsen kann. Krankheitserreger, die bei Lebensmitteln und Kosmetik als bedenklich gelten, kamen darin kaum voran. Ein offenes Pflanzenwasser verderben mit der Zeit Umweltkeime, und gegen sie helfen Kühlschrank und Frist (Labadie et al. 2016).
Ehrliche Einordnung: Dass ein offenes Pflanzenwasser sich im Kühlschrank am längsten hält und eine Frist hat, ist eine Eigenschaft des Stoffs. Sie gilt für jedes Rosenwasser ohne Zusatz, gleich von wem, und sie ist kein Zeichen dafür, dass mit einer Flasche etwas nicht stimmt. Jedes wasserhaltige Kosmetikprodukt braucht Schutz vor Keimen. Ein Konservierungsstoff ist ein Weg dahin, zugelassen und sicher. Beim Rosenwasser gehen wir einen anderen: Kälte, eine kurze Frist und ein Verschluss, der den Inhalt vor Fingern bewahrt. So ist in der Flasche nur Rosenwasser. Wer seine angebrochene Flasche innerhalb der Frist aufbraucht, macht alles richtig.
Wie wendest Du Rosenwasser an, und warum gehört ein Öl oder Balsam dazu?
Morgens und abends auf die gereinigte Haut auftupfen oder sprühen. Solange sie noch feucht ist, kommt Dein Öl oder Balsam darüber — dann bleibt die Feuchtigkeit dort, wo sie hingehört.
Welches Öl, ist eine Frage von Hautgefühl und Duft. Wenn über der Rose kein zweiter Duft liegen soll, passt ein fast geruchsneutrales Öl wie unser Jojobaöl. Für Gesicht und Dekolleté genügen sechs bis acht Tropfen.
Das ist unser Weg, nicht der einzige. Manche nehmen es als Erfrischung zwischendurch, andere für Haare und Kopfhaut oder als Basis für eigene Mischungen. Auf Rosenwasser baut auch unser Gesichtswasser „AufGewacht" auf, mit Pfefferminze, Zitrone, Rosmarin und einer Spur Kaffee.
Unser Rosenöl ist etwas anderes: echtes Rosenöl, verdünnt in Jojobaöl. Es pflegt als Öl, während das Rosenwasser Feuchtigkeit bringt. Zusammen ergeben sie die beiden Schritte.
Welche Nachteile hat Rosenwasser?
Rosenwasser enthält von Natur aus Duftstoffe der Rose, darunter Citronellol. Wir führen es auf dem Etikett auf, nicht als Zusatz, sondern damit Du bei einer bekannten Duftstoffallergie nachsehen kannst. Wenn Deine Haut empfindlich ist, probier es zuerst an einer kleinen Hautstelle. Warum solche Stoffe einzeln auf Etiketten stehen, erklären wir im Artikel Duftstoffe in Kosmetik.
Ein frisches Pflanzenwasser verlangt etwas Aufmerksamkeit: am besten einen Platz im Kühlschrank und einen Blick auf die Frist.
Trockene Haut pflegt Rosenwasser allein nicht satt. Es ist der erste Schritt, die Pflege darüber übernimmt ein Öl oder Balsam.
Rosen-, Lavendel- oder Hamameliswasser: Welches passt wofür?
Welches Wasser zu Dir passt, entscheidet vor allem der Duft: Rose ist weich und blumig, Lavendel krautig-frisch. Hamamelis duftet so dezent, dass es kaum wahrnehmbar ist, und passt deshalb gut, wenn danach ein duftendes Öl kommt.
| Rosenwasser | Lavendelwasser | Hamameliswasser | |
|---|---|---|---|
| destilliert aus | Rosenblüten (Damaszener-Rose) | Lavendelblüten | der Zaubernuss |
| Duft | weich, blumig | krautig-frisch | dezent krautig, kaum wahrnehmbar |
| passt gut, wenn … | Du den Duft der Rose magst | Du es krautig magst | danach ein duftendes Öl kommt |
| als Hautwasser belegt seit | um 1025 | 1500 | als Destillat seit 1866 |
| nach dem Öffnen | Kühlschrank 12 Wochen · Raumtemperatur 4 Wochen | Kühlschrank 8 Wochen | Kühlschrank 8 Wochen |
Auch die beiden anderen Wässer haben eine lange Geschichte. Hieronymus Brunschwig beschreibt 1500 in Straßburg das Wasser des „gemeinen lauender", ausdrücklich getrennt vom Spik der Provence: Man reibt die Glieder damit ein, wäscht sie und bestreicht den Kopf. Das ätherische Lavendelöl erscheint als eigene Ware erst im Dispensatorium von 1589.
Manasseh Cutler verzeichnet 1785 in Boston den indigenen Gebrauch der Hamamelis-Rinde, als Umschlag aufgelegt. Das Hamameliswasser als Destillat ist erst ab 1866 belegt, mit der ersten kommerziellen Destillerie von Thomas Newton Dickinson in Connecticut. Unser Hamameliswasser gibt es wie das Rosenwasser in 100 ml und als 500-ml-Vorratsflasche.
Für die Anwendung gilt bei allen dreien dasselbe: erst das Wasser, dann Öl oder Balsam darüber. Angebrochen kommen Lavendel- und Hamameliswasser in den Kühlschrank, und auch das Rosenwasser bleibt dort am längsten frisch.
Was Du tun kannst
Kurz gesagt: Ein Rosendestillat erkennst Du an Rosa Damascena Flower Water auf der Liste der Inhaltsstoffe. Es erfrischt und bringt Feuchtigkeit, ein Öl oder Balsam hält sie fest. Angebrochen bleibt es im Kühlschrank am längsten frisch, und in die Küche gehört ein Rosenwasser, das als Lebensmittel verkauft wird.
Die INCI-Liste lesen statt den Namen auf der Flasche. Rosa Damascena Flower Water heißt Destillat. Aqua mit Rosa Damascena Flower Oil heißt Wasser mit Rosenöl. Alcohol oder Parfum heißen parfümiertes Gesichtswasser. Keins davon ist falsch, es sind verschiedene Dinge.
Für die Küche ein Lebensmittel nehmen. Zum Backen, für Desserts und Getränke ein Rosenwasser, das als Lebensmittel verkauft wird und eine Zutatenliste trägt. Kosmetisches Rosenwasser, auch unseres, ist für die Haut gemacht.
Angebrochen am besten in den Kühlschrank. Unser Rosenwasser dort innerhalb von 12 Wochen aufbrauchen, im Bad oder bei Raumtemperatur innerhalb von 4 Wochen; aus der 500-ml-Vorratsflasche füllst Du Dir dafür am einfachsten eine kleine Flasche ab und stellst den Rest kühl. Lavendel- und Hamameliswasser im Kühlschrank innerhalb von 8 Wochen.
Entnehmen, ohne die Öffnung zu berühren. Aufs Pad oder in die Hand tropfen oder sprühen, nicht umgekehrt, und die Flasche gleich wieder schließen. Wenn Ihr eine Flasche in der Familie teilt, gilt das für alle, die sie benutzen.
Erst das Wasser, dann die Pflege. Solange die Haut noch feucht ist, ein paar Tropfen Öl oder etwas Balsam darüber. Rosenwasser allein verdunstet wieder.
Der Nase trauen. Riecht es nicht mehr nach Rose, sondern säuerlich, muffig oder fremd, oder schwimmen Fäden oder Flocken darin, nimm es nicht mehr.
Bei empfindlicher Haut erst testen. Wenn Du auf Duftstoffe reagierst, schau aufs Etikett und probier das Wasser zuerst an einer kleinen Hautstelle. Bei Fragen schreib uns, wir helfen Dir gern weiter.
Quellenverzeichnis
Analysezertifikate unseres Bio-Rosenwassers (Rosa Damascena Flower Water), Lieferungen 12/2023 bis 09/2026. Angaben des Herstellers, als informativ ausgewiesen.
Bayhan, G.I. et al. (2020). Influence of Rosa damascena hydrosol on skin flora (contact culture) after hand-rubbing. GMS Hyg Infect Control, 15, Doc21. DOI: 10.3205/dgkh000356
Labadie, C. et al. (2015). Hydrosols of orange blossom (Citrus aurantium), and rose flower (Rosa damascena and Rosa centifolia) support the growth of a heterogeneous spoilage microbiota. Food Res Int, 76(3), 576–586. DOI: 10.1016/j.foodres.2015.07.014
Labadie, C., Cerutti, C. & Carlin, F. (2016). Fate and control of pathogenic and spoilage micro-organisms in orange blossom (Citrus aurantium) and rose flower (Rosa centifolia) hydrosols. J Appl Microbiol, 121(6), 1568–1579. DOI: 10.1111/jam.13293
Lambers, H. et al. (2006). Natural skin surface pH is on average below 5, which is beneficial for its resident flora. Int J Cosmet Sci, 28(5), 359–370. PMID: 18489300
Verma, R.S. et al. (2011). Volatile constituents of essential oil and rose water of damask rose (Rosa damascena Mill.) cultivars from North Indian hills. Nat Prod Res, 25(17), 1577–1584. PMID: 21711177
Cosmetic Ingredient Review (2020). Safety Assessment of Rosa damascena-Derived Ingredients as Used in Cosmetics. Scientific Literature Review for Public Comment, 19.11.2020. cir-safety.org
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper (2026). Rosenwasser – nur Aroma aus der Rose? Meldung vom 12.02.2026. cvua-rrw.de/aktuelles/news/rosenwasser
ISO 17516:2014. Cosmetics — Microbiology — Microbiological limits, Tab. 1.
Verordnung (EG) Nr. 178/2002, Art. 2 (Begriff „Lebensmittel"). EUR-Lex: eur-lex.europa.eu/eli/reg/2002/178/oj
EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009, Art. 2 (Begriff „kosmetisches Mittel"). EUR-Lex: eur-lex.europa.eu/eli/reg/2009/1223/oj
Ibn Sīnā, al-Qānūn fī ṭ-ṭibb, Buch I, § 414, um 1025.
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Brunschwig, H. (1500). Liber de arte distillandi de simplicibus (Kleines Destillierbuch), Straßburg, Bl. 72r „Von lauender wasser".
Cutler, M. (1785). An Account of Some of the Vegetable Productions, Naturally Growing in This Part of America. Memoirs of the American Academy of Arts and Sciences, Bd. 1, Boston, Eintrag „Hamamelis".
Two Hands BIO (2026). Wie alt sind unsere Rohstoffe wirklich? Alle Primärquellen zu Rosenwasser, Lavendel und Hamamelis, darunter das Dispensatorium von 1589 und die Hamamelis-Destillerie von 1866. two-hands.bio/wie-alt-sind-unsere-rohstoffe
Autor: Leon Ahlers, Two Hands BIO
Letzte inhaltliche Prüfung: Oktober 2026
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Dieser Artikel wird regelmäßig auf Aktualität geprüft. Letzte Prüfung: Oktober 2026.